Besser präsentieren: Der Unterschied zwischen Steve Jobs und Bill Gates

Die Medien berichten sowohl über die Präsentationen von Bill Gates, als auch über die von Steve Jobs. Aber über die von Jobs wird deutlich mehr gesprochen, sie erzielen mehr Aufmerksamkeit und die Menschen erinnern sich daran. Woran liegt das?

Lassen wir die rhetorischen Fähigkeiten wie Sprachstil, Stimmeinsatz und Körpersprache außer acht und betrachten nur die Folien, die Bill Gates und Steve Jobs bei ihren Präsentationen verwenden. Worin besteht der Unterschied?

Bill Gates füllt seine Folien oft vollständig, meist mit Strichaufzählungen, die genau das enthalten, was er auf der Bühne sagt. Dies kennen Sie vielleicht von Präsentationen, die Sie selbst als Zuschauer erlebt haben.

Auf den Folien von Gates befinden sich zahlreiche Detailinformationen. Die Wirkung: Vieles davon können die Zuhörer nicht aufnehmen, denn zuzuhören und zugleich Details zu lesen, kann überfordern. Und Gates müsste einiges gar nicht sagen, denn die Zuhörer könnten es auf der Leinwand lesen. Mancher fühlt sich vielleicht überfrachtet mit Informationen.

Warum auf den Folien nicht einfach weglassen, was das Publikum ohnehin nicht aufnimmt oder der Redner bereits sagt?

Steve Jobs macht genau das – Überflüssiges weglassen. Er beschränkt seine Folieninhalte auf das Wesentliche, und genau das kann sich das Publikum leichter merken. Dazu gehört Mut zum sogenannten Weißraum – leere Flächen, die keine Informationen oder gestalterischen Elemente enthalten. Dieser Weißraum sorgt dafür, dass die wenigen wichtigen Dinge auf der Folie um so stärker wirken.

Ein weiterer Unterschied der Präsentationen von Gates und Jobs: Letzterer verzichtet auf detailreiche Strichaufzählungen und visualisiert statt dessen seine Informationen. Diese Darstellungen führen beim Publikum zu Aha-Erlebnissen und haben einen echten Mehrwert – die Zuhörer prägen sich diese Informationen besonders gut ein.

Daher die Empfehlung an Sie: Lernen Sie von Steve Jobs und übernehmen Sie zumindest teilweise seinen Minimalismus. Gerade bei Präsentationen ist weniger oft mehr. Außerdem: Stellen Sie Ihre Informationen dar, statt ausschließlich Strichaufzählungen zu verwenden. Daraus ziehen Sie und Ihr Publikum den maximalen Nutzen.

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Rhetorikmagazin
© Christian Bargenda, rhetorikmagazin.de


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